Informationen aus der Kreistagsfraktion – Oktober 2024

Seit dem 1. Oktober ist das Amt des Landrates unbesetzt, die Amtszeit von Dirk Neubauer ist am 30. September zu Ende gegangen.
Der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier führt die Geschäfte weiter, übernimmt aber nicht das Amt des Landrates. Als größte Herausforderung in den kommenden Monaten bezeichnete er die Aufstellung des Kreishaushaltes für das kommende Jahr. Die Wahl des
Nachfolgers oder der Nachfolgerin erfolgt am 26. Januar 2025.
Der Kreistag kam am 2. Oktober zu seiner 2. Sitzung der aktuellen Wahlperiode zusammen. Mit dem wichtigsten dort gefassten Beschluss wird Dr. Beier ermächtigt, die Gesellschaftervereinbarung über die Bezuschussung der Mittelsächsischen Theater und
Philharmonie gGmbH abzuschließen. Sie erhält vom Landkreis und den Städten Freiberg und Döbeln im nächsten Jahr Zuschüsse
von insgesamt ca. 4,25 Millionen Euro. Der Landkreis beteiligt sich mit ca. 1,65 Millionen Euro, die Stadt Freiberg steuert ca. 1,9
Millionen Euro, die Stadt Döbeln knapp 700.000 Euro bei. Darin enthalten sind einmalige zusätzliche Zuschüsse als „Notmaßnahmen“ in Höhe von 100.000 Euro von der Stadt Freiberg und 500.000 Euro vom Landkreis. Künftige Erhöhungen der Zuschüsse
sollen zu 45 Prozent von Freiberg, zu 35 Prozent vom Landkreis und zu 20 Prozent von Döbeln getragen werden. Diese Aufteilung
entspricht in etwa dem Verhältnis der Veranstaltungen und Besucher. Größter Zahler der Mittelsächsischen Theater und Philharmonie-Gesellschaft (über 50 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben) ist der Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen Das Geld hierzu
kommt vom Freistaat. Die eigenen Erlöse des Thaters bewegen sich nur bei knapp über 10 Prozent.
Der Freiberger Oberbürgermeister Sven Krüger wirbt für eine Änderung der Gesellschaftervereinbarung für das Theater: Ziel müsse
es sein, die Zukunft des Hauses zu sichern. Die finanzielle Ausstattung der mittelsächsischen Theatergesellschaft ist seit Jahren
problematisch, nach den jüngsten Tarifsteigerungen ist die Rede ist von einer „zukunftsgefährdenden wirtschaftlichen Situation“.

aus Newsletter 09.